Die digitale Transformation Marokkos wird heute durch konkrete, messbare Treiber befeuert: internationale Partnerschaften, massive Infrastrukturpläne, staatliche Programme und externe Investments. Der Tech-Sektor ist weit mehr als IT-Dienstleistung; er beginnt, eigene digitale Produkte, KI-Lösungen und Cloud-Infrastrukturen zu erzeugen.
Ein herausragendes Beispiel ist der Eintritt von Nvidia, einem der führenden Technologieunternehmen weltweit, das Marokko als einen der primären AI-Standorte Afrikas definiert und dort ein continental AI Hub ansiedeln will. In Gesprächen mit staatlichen und privaten Akteuren werden GPU-basierte Infrastruktur, KI-Rechenzentren und Skills-Programme erörtert, um AI-Kapazitäten direkt in Nordafrika zu verankern. Diese Initiative steht im Einklang mit der Digitalstrategie „Maroc Digital 2030“ und unterstreicht den Willen, lokale High-Performance-Computing-Ökosysteme zu entwickeln.
Marokko investiert darüber hinaus in grüne Rechenzentren, die bis 2035 CO₂-neutral betrieben werden sollen, und in strategische Cloud-Hubs mit globaler Reichweite. Unternehmen wie Oracle, AWS und Google Cloud bauen oder planen dort Rechenzentren, die die digitale Transformation und Datenverarbeitung vor Ort unterstützen – mit Fokus auf KI, Big Data und Cloud-Services.
Ein wichtiger Markttreiber ist auch die lokale Start-up- und Innovationsszene: Casablanca, Rabat und Marrakesch entwickeln sich zu Hotspots für Software- und KI-Startups, unterstützt von Universitäten, staatlichen Programmen und internationalen Partnern. Institutionen wie die Université Mohammed VI Polytechnique kooperieren mit globalen Tech-Partnern, um Talente zu entwickeln und Forschung direkt in unternehmerische Anwendungen zu überführen.